Worin liegt der Unterschied zwischen herkömmlichen und implantatgetragenen Prothesen?

Herkömmliche Prothesen werden mittels besonderer Abformtechniken genau an die Form des Kieferkamms angepasst. Dies ist erforderlich, weil herkömmliche Prothesen lose auf der Schleimhaut aufliegen. Durch die hohe Passgenauigkeit wird eine gewisse Saugwirkung erzielt, die mit Hilfe spezieller Haftcremes unterstützt wird. Prothesen für den Oberkiefer werden zusätzlich noch mit einer so genannten Gaumenplatte versehen. Diese legt sich über den Gaumen und verstärkt dadurch die Saugwirkung. Leider führt die Gaumenplatte aber auch dazu, dass der Träger einer solchen Prothese sein Geschmacksempfinden stark einbüßt, weil die am Gaumen befindlichen Geschmacksrezeptoren von der Gaumenplatte überdeckt werden. Darüber hinaus bringt das Tragen herkömmlicher Prothesen oftmals eine gewisse Unsicherheit beim Sprechen, Lachen, Essen etc. mit sich und führt damit zu einem Verlust an Lebensqualität. Denn wer kennt nicht, die „lustigen” Videos aus dem Fernsehen, wo der Oma im Kreis ihrer Lieben beim Auspusten der Geburtstagskerzen die Prothese aus dem Mund heraus auf die Torte fällt? Diese Szenen mögen Außenstehende erheitern, doch für die Betroffenen sind sie unangenehm und peinlich. Sie können sogar dazu führen, dass die Betroffenen die Öffentlichkeit immer mehr meiden und sich schließlich komplett in ihre vier Wände zurückziehen. Abhilfe schaffen hier Prothesen, die auf Implantaten befestigt werden. Solche implantatgetragenen Prothesen sitzen sicher und fest im Mund, wodurch sie dem Betroffenen ein großes Stück Lebensqualität und ein sicheres Gefühl zurückgeben. Darüber hinaus entfällt bei Verwendung von Implantaten zur Befestigung der Prothesen bei der Oberkieferprothese die Gaumenplatte. Damit wird auch das Geschmacksempfinden wieder hergestellt.

Wie für die natürlichen Zähne gilt auch für Prothesen, dass eine regelmäßige und gründliche Reinigung entscheidend für die Haltbarkeit und Lebensdauer der Prothesen ist.